Sozialraumorientierung

hSR

Das sozialräumliche Verständnis der Offenen Kinder und Jugendarbeit ist in seiner Tradition eng verbunden mit den theoretischen Grundlagen lebensweltorientierter Sozialer Arbeit.

Soziale Räume stellen die “räumlichen Bedingungen der Lebenswelt [dar] und beschreiben vor allem Struktur kindlicher und jugendlicher Lebensräume und deren Veränderung” (DEINET 2005).

Eine sozialräumliche Perspektive ist für unsere fachliche Haltung grundlegend. Diese wird jedoch nicht reduziert als administrativer Planungsraum verstanden, sondern als Handlungsansatz von Jugendarbeit im Zusammenhang mit den spezifischen sozialräumlichen Bedingungen.
Dies meint in besonderem Maße, dass Jugendarbeit für uns nicht an den Grenzen von Jugendräumen oder ausgewiesenen Flächen der Jugendarbeit aufhört. Die Dynamik jugendlicher Mobilität orientiert sich, nach unseren Erfahrungen, an Jahreszeiten, Wetterlagen und Möglichkeiten für Jugendliche, sich Räume/ Plätze (Parkbänke, Spielplätze, öffentliche Parkanlagen, Bushaltestellen etc.) im Sozialraum, als informelle Orte der Verabredung, anzueignen.
Dahingehend arbeiten wir während dieser Phasen im Rahmen aufsuchender Jugendarbeit. Die Jugendarbeiter sind im Sozialraum unterwegs, halten informellen Kontakt zu den Gruppen und fungieren als Optionen für die Jugendlichen.

Weitere Information unter: sozialraum.de