Gesundheitsförderung

hGF

Die Grundlage einer gesundheitsförderlichen Ausrichtung der OKJA findet sich im SGB VIII §11 Abs. (3):

3) Zu den Schwerpunkten der Jugendarbeit gehören:
außerschulische Jugendbildung mit allgemeiner, politischer, sozialer, gesundheitlicher, kultureller, naturkundlicher
und technischer Bildung, […].

Unter Berücksichtigung der zentralen Arbeitsprinzipien kann, nach unserem Verständnis, gesundheitliche Bildung in der OKJA nicht kognitiv vermittelt werden, sondern erfordert die Etablierung von strukturellen Angebotsräumen, innerhalb derer die Jugendlichen, selbstbestimmt und handlungsorientiert, gesundheitsförderliches Verhalten erproben können.

Wichtige psychische Schutzmechanismen wie die Selbstwirksamkeitserwartung (Bandura) oder das Kohärenzgefühl (Antonovsky) bilden sich nicht aufgrund von schriftlich oder mündlich mitgeteilten Gesundheitsinformationen. Diese Schutzfaktoren entwickeln sich im Laufe des Lebens aufgrund von persönlichen Erfahrungen mit andern Menschen. Diese Erfahrungen unterliegen einer emotionalen Bewertung. Darum bleiben sie auch besser haften als die relativ neutrale Sachinformation” (HAFEN 2013).

Martin Hafen hat in seinen Ausführungen den Zusammenhang zwischen Bildung und Prävention/Gesundheitsförderung an verschiedenen Stellen ausgearbeitet. Für unsere Arbeit war hier insbesondere: Martin Hafen: “Grundlagen der sytemischen Prävention – Ein Theoriebuch für Lehre und Praxis“, ein wichtiger theoretischer Bezugsrahmen.