Projektbeschreibung

gesund_leben_bayern_01“Gesundes Jugendzentrum – Gesundheitsförderung in der Offenen Jugendarbeit – ein Programm für Jungen und junge Männer!”  ist ein Modellprojekt des Trägers Innovative Sozialarbeit e.V. in Bamberg, welches aus Mitteln der Gesundheitsinitiative Gesund.Leben.Bayern des Staatsministeriums für Gesundheit und Pflege für zwei Jahre gefördert wurde. Das Projekt startete am 01.04.2013 und endete am 31.03.2015.

 

Ziele:

Das zentrale Anliegen des Projektes “Gesundes Jugendzentrum” ist, die wesentlichen Elemente einer primär präventiven Gesundheitsförderung von Jungen strukturell in der Offenen Jugendarbeit der Stadt Bamberg zu verorten (Verhältnisprävention). Übergeordnet werden durch Veränderung von Kontexten und durch die Durchführung von Angeboten ein größeres Gesundheitsbewusstsein und somit Verhaltensänderungen bei der Zielgruppe erreicht.
Die Zielerreichung erfolgt über die schrittweise Ausgestaltung spezifischer Angebote für Jungen zu den relevanten Themenfeldern (1) Bewegung, (2) Ernährung und (3) Risikoverhalten (Verhaltensprävention).

Um eine möglichst hohe Akzeptanz zu erreichen, verfolgt das Konzept „Gesundes Jugendzentrum“ eine intensive Partizipationsstrategie. Die Einbindung der Zielgruppe in die Entwicklung, Gestaltung und Umsetzung der Maßnahmen ist zentral. Ein wesentlicher Erfolgsfaktor des Projektes ist dabei auch die Sensibilisierung und Qualifizierung der Jugendarbeiter im Bereich des Themengebiets. Nur durch eine Qualifizierung des Multiplikators Jugendarbeiter wird eine langfristige Integration gesundheitsförderlicher Angebote und Strukturen gewährleistet.
Das Projekt legt schließlich einen hohen Wert darauf, die strukturelle Veränderung zu dokumentieren, zu evaluieren und als Prozessbeschreibung für andere Einrichtungen und Institutionen der Jugendarbeit übertragbar zu machen. Zentrale Ergebnisse und Erfahrungen werden auf dieser Homepage bereitgestellt.

 

Jungengesundheit:

Jungen und junge Männer haben mit Blick auf ihre Gesundheit spezifische Risikofaktoren. Gleichzeitig haben sie ein hohes subjektives Wohlbefinden. Auch in empirischen Erhebungen wird immer wieder festgestellt, welche besonderen Entwicklungsstufen, Auffälligkeiten, Risikofaktoren etc. Jungen im Vergleich zu Mädchen aufweisen. Es benötigt genderspezifische Herangehensweisen, um diese Diskrepanzen zu bearbeiten und die Jungen dadurch physisch und psychisch zu stärken. Eine wirksame jungenbezogene Gesundheitsförderung sollte auf der Handlungsebene stattfinden, die Lebenswelt mit in den Fokus nehmen bzw. idealerweise in dieser stattfinden und das positive Selbstbild inhaltlich mit aufgreifen.

Das Projekt fokussiert die Arbeit mit Jungen und jungen Männern. Trotzdem sind Mädchen und junge Frauen in der Regel von den Angeboten nicht ausgeschlossen und können in die Arbeit integriert werden (die Ausnahme bilden einige Angebote, die explizit und exklusiv für Jungen und junge Männer konzipiert sind).

 

Verhältnisprävention:

Das Projekt “Gesundes Jugendzentrum” greift die Lebenswelt- und Interessenorientierung der Jugendlichen auf und nutzt die Potentiale der Offenen Jugendarbeit für eine gesundheitsförderliche Struktur- und Angebotsentwicklung. Durch den niederschwelligen Zugang können ressourcenorientiert wesentliche Themen bearbeitet werden. Im Rahmen der außerschulischen Bildungsarbeit leistet die Offene Jugendarbeit einen wichtigen Beitrag.

Überraschend ist jedoch, dass das Thema der Gesundheitsförderung bisher meist keinen festen Platz in der Offenen Jugendarbeit einnimmt. Bei einem Großteil der Jugendarbeiter ist thematischer Aufholbedarf erkennbar.

Das geplante Vorhaben wirkt auf strukturelle Veränderungen hin, um dauerhaft und modellhaft das Thema Gesundheit in Einrichtungen der Offenen Jugendarbeit zu verorten. Es legt dabei Wert auf eine wissenschaftliche Begleitung und innovative Ansätze.

 

Verhaltensprävention:

Dreh- und Angelpunkt des Konzeptes ist die gesundheitsfördernde Ausrichtung der Angebote, die innerhalb der Offenen Jugendarbeit verortet werden. Es wird folglich der Schwerpunkt auf einen primärpräventiven Ansatz gelegt. Die Jugendarbeiter werden für das Thema „Gesundheit“ und die spezielle Ausrichtung auf Jungen sensibilisiert und qualifiziert. In die Angebote werden die Jugendlichen in partizipativer Weise aktiv einbezogen. Ihre Wünsche sowie Bedürfnisse bestimmen die inhaltliche Gestaltung des Projektes. In Abhängigkeit von Verhältnisprävention und Verhaltensprävention werden die Themenfelder Bewegung, Ernährung und Risikoverhalten durch verschiedene Module vermittelt (siehe hierzu auch den beigefügten Ablaufplan).

 

Projektrahmen:

Das Projekt wurde innerhalb der Offenen Kinder- und Jugendarbeit der Stadt Bamberg (ja:ba) umgesetzt. ja:ba unterhält fünf Jugendeinrichtungen (ein großes Jugendzentrum, vier Stadtteil-Jugendtreffs sowie Öffnungszeiten in Sporthallen). Das ja:ba-Team setzt sich zusammen aus zehn festangestellte Mitarbeitern (75% – Stellen) sowie einigen Praktikanten, FSJlern und BUFDIs (in der Regel ca. 4). Das Einzugsgebiet ist in vier Stadtteile unterteilt mit je mindestens einer Jugendeinrichtung (Sozialraum Süd, West, Mitte und Ost).

 

Verstetigung:

Wichtige Anliegen sind die Dokumentation der Ergebnisse, die Evaluationen sowie die Erstellung eines Online-Modulhandbuches, um die Ergebnisse festzuhalten, weiterzuentwickeln, zu verstetigen und auch anderen Institutionen zugänglich zu machen.

Auf dieser Homepage finden Sie die Erfahrungen und Ergebnisse modulhaft dargestellt.

 

Umsetzung:

Folgende Module wurden durch das Modellprojekt “Gesundes Jugendzentrum”, mit dem Ziel einer gesundheitsförderlichen Veränderung der Angebote und Strukturen der Offenen Jugendarbeit Bamberg, umgesetzt:

Modul Bewegung

Modul Ernährung

Modul Risikoverhalten

 

Vertiefende Einblicke in die Projektabwicklung und Prozessorganisation – mit Erfahrungen und Empfehlungen bei der Umsetzung des Projektes, bzw. der Implementierung gesundheitsförderlicher Strukturen und Angebote – finden Sie unter Projektablauf und Prozessschema.

 

 

Ihr Ansprechpartner:

Bertrand Eitel

0152 / 549 288 42

bertrand.eitel@iso-ev.de

 

Weitere Informationen unter:

www.jugendarbeit-bamberg.de

www.iso-ev.de